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 Betreff des Beitrags: Re: Hilfe für sterbende HIV-positive Kambodschanerin?
BeitragVerfasst: Mo 25. Jun 2012, 05:48 
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Tani hat geschrieben:
Denn der eigentliche Schlüssel zur Lösung der Probleme haben die Reichen und Mächtigen in der Hand. Diese könnten - aber sie wollen ganz offensichtlich nicht.


Genau darum geht es.


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 Betreff des Beitrags: Re: Hilfe für sterbende HIV-positive Kambodschanerin?
BeitragVerfasst: Mo 25. Jun 2012, 10:08 
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Das soll nun aber nicht heissen, dass wir "Kleinen" nichts beitragen können zu einem menschenwürdigeren Leben und Sterben!


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 Betreff des Beitrags: Re: Hilfe für sterbende HIV-positive Kambodschanerin?
BeitragVerfasst: Mo 25. Jun 2012, 12:43 
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Interessante Aussage. Ich mußte vor einigen Jahren mal mit ein paar Kameraden juste an dem Platz stehen an dem es ein paar Minuten zuvor jemandem via Handgranate den Fuß weggefetzt hatte. Da hat auch niemand gefragt "Hey, was dagegen wenn Du evtl. der Nächste wärst?!" ...

Man, nehmt endlich die rosarote Brille ab ... 8-)



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Ach wie gut daß niemand weiß, auf wen und was ich alles scheiß'.
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 Betreff des Beitrags: Re: Hilfe für sterbende HIV-positive Kambodschanerin?
BeitragVerfasst: Mo 25. Jun 2012, 13:01 
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Ich hoffe, Du hast nicht bloss daneben gestanden und evtl. noch faule Sprüche gemacht - oder bist Du einfach abgehauen?!
:x


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 Betreff des Beitrags: Re: Hilfe für sterbende HIV-positive Kambodschanerin?
BeitragVerfasst: Mo 25. Jun 2012, 15:53 
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Klar kann man nicht de Probleme der Welt auf seine Schultern tragen.
Aber ein wenig - im Rahmen des persönlich möglichen - rechts und links um einen helfen ist toll.
Wenn das alle machen würden hätten wir sicher ein paar Probleme weniger auf er Welt.

Das ist mehr eine Frage der sozialen Einstellung, als der rosaroten Brille.

Leuten mit ausgeprägtem Helfersyndrom rate ich aber Sozialarbeiter oder Entwicklungshelfer zu werden.
Auch wenn das genau so hilfreich ist, wie in fremden Ländern durchgeknallte Leute zu befrieden .

XenoS


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 Betreff des Beitrags: Re: Hilfe für sterbende HIV-positive Kambodschanerin?
BeitragVerfasst: Mo 25. Jun 2012, 18:11 
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Ich hab mich grade mit ein paar Leuten unterhalten, die sehr viel Philippinen-Erfahrung haben. Ist recht interessant. Ordinäre Verkäuferinnen in den Shoppingmalls wird ein Universitätsabschluss abverlangt. Dann haben sie ein halbes Jahr Arbeit, denn für diese Zeit müssen sie auch keine Steuern zahlen. Dann werden sie einfach durch ne Neue ersetzt.

Dann hab ich mit einigen Leuten gesprochen, die mehr die Frauen als den sozialen Hintergrund durchleuchten. Und alle, aber wirklich alle, durch die Bank, auch Leute unter meinem Alter, so ab 35, haben mir gesagt, ja, wenn dann nur ohne Gummi. Eine, die auf Gummi besteht kann sich gleich schleichen.

Das sind Aussagen, wie ich sie auch hier oft gehört habe. In Asien - oder für asiatische Verhätnisse, zumindest für die Zeit des Urlaubs - haben diese Leute Geld. Sie hätten aber auch definitiv das Wissen über HIV und all die anderen Geschlechtskrankheiten. Wer "so schlau" ist, SOA als Ecke auf der Welt zu erkennen, wo man billig poppen kann, dem unterstelle ich einfach mal so viel Intelligenz, dass er über die Konsequenzen (die möglichen) Bescheid weiß.

Was diese Typen mit ihrer eigenen Gesundheit machen - das bleibt ihnen überlassen. Mein Mitleid, sollten sie erkranken und daran sterben, hält sich mächtig in Grenzen. Vielmehr sollte sich jeder anstecken, der bewusst und erpresserisch ohne Gummi verlangt und dann aber am besten abkratzen, um keine weiteren Menschen/Frauen anzustecken bzw. bevor diese angesteckt werden können.

Gleichzeitig muss hier in SOA mehr Aufklärung betrieben werden. Fotos und Filme von Menschen im Endstadium müssen gezeigt werden bis zum Abwinken. Zusammen mit den Verhinderungsmöglichkeiten. Gummis im Gewerbe sollten gesetzliche Pflicht werden und diejenigen, die ohne Schutz verlangen, ähnlich hart bestraft werden wie Pädos. Schließlich läuft das auf fahrlässige Tötung hinaus, wenn man sich angesteckt hat und unwissentlich ohne weiterpoppt. Diejenigen, die bereits vor dem Poppen wussten, dass sie positiv sind, lebenslänglich in den Knast.

Die Aufklärung aber nicht nur bei Prostituierten, sondern auch bei der männlichen Bevölkerung eines Landes. Im Fernsehen, auf Plakaten, in der zeitung, bei Veranstaltungen usw. Ich denke, es gäbe Wege, die Erkrankungszahlen zu reduzieren. Langsam aber machbar.

Ich habe auch ohne hier. Ich kam hier an, hatte zuviel getrunken und ich konnte gar nicht so schnell reagieren, weil ich schon halb (seelig :lol: ) weggepennt bin. Dann war es mir die komplette Nacht richtig wurscht. Am nächsten Tag war die Katerstimmung mächtiger als nur groß. Anschließend stand ich vor der Entscheidung, meiner Freundin nix zu erzählen und einfach ganz normal weitermachen, ihr 3 bis 4 Monate was von Migräne erzählen, bis ich ein klares Testergebnis habe oder ihr ins gesicht sagen, was passiert ist und drei Monate warten.

Ich entschied mich für letzteres und bin gut damit gefahren. ich hab das nie bereut, im Gegenteil. Und in den folgenden drei Monaten habe ich natürlich viel über HIV gegoogelt. Und mir ist ganz anders geworden. Die Vorstellung, positiv sein zu können, hatte mich halb aufgefressen. Nicht wegen des möglichen Todes. Es lässt sich ja gut damit leben heutzutage.

Die soziale Ausgrenzung in meiner Vorstellung war das schlimmste daran. Oder ein Geheimbis draus machen und alle anlügen bzw. das zu verheimlichen. Auch nicht besser. Das hat die ganze Zeit bis zum Test in mir gearbeitet. Als es dann zum Test ging, war ich mehr als nur aufgeregt. Ich hatte tierisch Angst. Die Stunde warten auf die Ergebnisse kam mir dann auch vor wie eine kleine Ewigkeit. Gott sei Dank war der Test negativ. Aber dieses Erlebnis war mir eine Lehre.

Der Frau hatte ich aber dennoch keinen Vorwurf gemacht. Hier machte sich vielmehr die Angst breit, dass ich sie vielleicht geschwängert haben könnte. War aber zum Glück auch nicht. In dieser Zeit war mir die erste AIDS-kranke Frau in Thailand über den Weg gelaufen. Die hatte sich übrigens angesteckt, weil sich der Mann beim Fremdgehen in einer Karaoke angesteckt hatte. Vor rund 2 Jahren ist sie gestorben und hat drei Kinder zurückgelassen, davon eins mit HIV (da kam raus was los war). Der Mann hatte damals noch gelebt.

Außerdem galt für die, mit der mir das passiert ist, dasselbe, ähnlich wie in Kambodscha: aus einem Dorf ohne Strom und fliessend Wasser gekommen. Und der Meinung, man könne sich alles nach dem GV einfach "rauswaschen".

Aber selbst denjenigen, die andere anstecken und die ich verabscheue haben wenigstens eins verdient, ohne dass man groß auf die Fehler zurück blickt (ich denke der Tod ist schon extrem viel Strafe): auch sie haben das Recht auf einen menschenwürdigen Tod.



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 Betreff des Beitrags: Re: Hilfe für sterbende HIV-positive Kambodschanerin?
BeitragVerfasst: Mo 25. Jun 2012, 19:37 
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Tom hat geschrieben:
Was diese Typen mit ihrer eigenen Gesundheit machen - das bleibt ihnen überlassen. Mein Mitleid, sollten sie erkranken und daran sterben, hält sich mächtig in Grenzen.

Man muß heute nicht mehr unbedingt an HIV sterben - Jedenfalls nicht wenn man Zugang zu einer vernünftigen medizinischen Versorgung hat. Das kann man auch "ergoogeln". Mir sind da einige Fälle bekannt, ich zähle diverse gays zu meinem Bekanntenkreis, da sind einige dabei die seit Jahren, bzw. Jahrzehnten, positiv sind (und denen würde man es auch nicht unbedingt ansehen!) ...

Tom hat geschrieben:
Ich habe auch ohne hier. Ich kam hier an, hatte zuviel getrunken und ich konnte gar nicht so schnell reagieren, weil ich schon halb (seelig :lol: ) weggepennt bin.

Das ist das schöne an Viagra, Kamagra und cialis - Man kann so voll sein daß man nicht mehr laufen kann, aber "ER" steht noch wie ne' eins :mrgreen:

Tom hat geschrieben:
auch sie haben das Recht auf einen menschenwürdigen Tod.

Wie gesagt, darunter würde ich die Möglichkeit, friedlich entschlafen zu können verstehen. Aber kein dahinvegetieren bis zum Exitus ...

Paßt ganz schön, was zum Nachdenken von James Watson:

Zitat:
Ich glaube nicht an Menschenrechte. Ich glaube an Menschenpflichten und an Verantwortung. Was sollen denn diese Menschenrechte sein? Wo sollen die herkommen? Wir haben doch kein Recht auf Ernährung oder auf Gesundheit. Wir können uns so etwas wünschen, wir können es brauchen. Aber ein Recht zu haben bedeutet ja, es zu verdienen. Rechte können nur durch einen Kontrakt zwischen Menschen entstehen. Stattdessen heißt es, sie kämen von Gott, unveränderlich und absolut. Aber das ist falsch. Rechte sind in keiner Weise Bestandteil der Natur des Menschen.


quelle: Der Spiegel, Ausg. 9/2003



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 Betreff des Beitrags: Re: Hilfe für sterbende HIV-positive Kambodschanerin?
BeitragVerfasst: Di 26. Jun 2012, 01:54 
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Marc hat geschrieben:
Ich mußte vor einigen Jahren mal mit ein paar Kameraden juste an dem Platz stehen an dem es ein paar Minuten zuvor jemandem via Handgranate den Fuß weggefetzt hatte.


Schade, es trifft immer die Falschen... :evil:


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 Betreff des Beitrags: Re: Hilfe für sterbende HIV-positive Kambodschanerin?
BeitragVerfasst: Di 26. Jun 2012, 01:58 
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Marc hat geschrieben:
...ich zähle diverse gays zu meinem Bekanntenkreis....


... das kann ich mir gut vorstellen. :roll:


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 Betreff des Beitrags: Re: Hilfe für sterbende HIV-positive Kambodschanerin?
BeitragVerfasst: Di 26. Jun 2012, 05:33 
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Tom hat geschrieben:
Gummis im Gewerbe sollten gesetzliche Pflicht werden und diejenigen, die ohne Schutz verlangen, ähnlich hart bestraft werden wie Pädos. Schließlich läuft das auf fahrlässige Tötung hinaus, wenn man sich angesteckt hat und unwissentlich ohne weiterpoppt. Diejenigen, die bereits vor dem Poppen wussten, dass sie positiv sind, lebenslänglich in den Knast.


Fang besser mal damit an, Deine Pillen regelmässig einzunehmen.


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