Das Kambodscha Forum
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Childrenplanet.at
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Seite 1 von 1

Autor:  christian pnh [ Mi 22. Feb 2012, 04:30 ]
Betreff des Beitrags:  Childrenplanet.at

Noch ein Österreicher-Kinderprojekt in Kambodscha:

Childrenplanet in Stung Treng:

http://www.childrenplanet.at/childrenplanet/der-beginn/

Bild

Im Sommer des Jahres 2009 lernte Christian Samhaber auf einer Reise durch Kambodscha den Bauer Long Lypo kennen. Es sollte sich herausstellen, dass dieses Treffen der Beginn einer guten Freundschaft sein sollte - und diese Begegnung einschneidende positive Veränderungen bringen sollte....

Die haben dort eine Solaranlage von uns, man kennt sich.

Nun war aber der Christian Samhaber 2009 nicht alleine unterwegs, sondern mit einem Freund.
Dieser Freund war derjenige, der danach VOR ORT die Sache aufbaute.

http://www.stefan-loose.de/loose-travel ... en-planet/

Der Verein Childrenplanet.at wurde 2009 von Christian Samhaber und Erwin Greinöcker gegründet. Der Grundgedanke ist, bedürftigen Kindern in Kambodscha zu helfen.

Im Sommer 2009 reisten die beiden Oberösterreicher durch Kambodscha und lernten in Stung Treng den Bauern Long Lypo kennen, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, Kindern aus seiner Umgebung zu helfen....


Jetzt kann man sich die Frage stellen, warum einer der Beiden in der Geschichte des Projekts auf dessen HP gar nicht mehr erwähnt wird, und ob das eine sozusagen "Österreichische Spezialität" ist.

Ähnlichkeiten mit anderen österreichischen Projekten sind sicher nur Zufall :?
"Die sind so" ???

Autor:  taureau [ Do 23. Feb 2012, 17:38 ]
Betreff des Beitrags:  Childrenplanet.at

Ein paar kritische Fragen dürften erlaubt sein... Die Praktikanten müssen für ihre Kosten selber aufkommen. Wieviel Geld wird für "Verwaltungskosten" abgezweigt und welche neutrale Stelle kontrolliert eigentlich dieses Projekt?
Man bekommt fast selber Lust, ein eigenes Projekt hochzuziehen - am liebsten wäre mir die Gegend von Sihanoukville. Wer macht mit? ;-)

Autor:  go-cambodia [ Do 23. Feb 2012, 19:35 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Childrenplanet.at

taureau hat geschrieben:
Ein paar kritische Fragen dürften erlaubt sein... Die Praktikanten müssen für ihre Kosten selber aufkommen. Wieviel Geld wird für "Verwaltungskosten" abgezweigt und welche neutrale Stelle kontrolliert eigentlich dieses Projekt?
Man bekommt fast selber Lust, ein eigenes Projekt hochzuziehen - am liebsten wäre mir die Gegend von Sihanoukville. Wer macht mit? ;-)

Taureau, da muss ich Dir Recht geben.
Warum listet man nirgendwo Einnahmen und Ausgaben auf?
Offenheit Ehrlichkeit sollten Grundprinzipien solcher Organisationen sein.
Natürlich geht ein großer Teil für Verwaltung und Personalkosten drauf.
Der dürfte aber im Vergleich mit den großen Hilfsorganisationen ehr gering sein.
Also warum nicht Transparenz?

Autor:  XenoS [ Do 23. Feb 2012, 22:44 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Childrenplanet.at

Was ich bemerkenswert finde, ist,
dass so viele ihr eigenes Projekt aufziehen-
Ich finde es erstaunlich , was die Leute sich so alles zutrauen in einem völlig fremden Land.
Auch dass man schnell "Freundschaft" zu einem Einheimischen finden kann ist ... äh ... interessant.

Ich bin nämlich der Ansicht , dass einige Völker den Begriff der Freundschaft , wie wir Mitteleuropäer ihn verstehen gar nicht kennen.
Auch dauert das bei mir etwas , bis ich von einer Freundschaft spreche .
Es ist damit ja nicht so was gemeint wie Forenfreundschaft oder Geschäftsfreundschaft.


Ebenfalls kann man sich des Eindruck nicht erwehren , dass in der Gründerszene doch relativ viel Krach gibt.

SoneX

Autor:  christian pnh [ So 26. Feb 2012, 06:20 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Childrenplanet.at

XenoS hat geschrieben:
Was ich bemerkenswert finde, ist,
dass so viele ihr eigenes Projekt aufziehen-
Ich finde es erstaunlich , was die Leute sich so alles zutrauen in einem völlig fremden Land.
Auch dass man schnell "Freundschaft" zu einem Einheimischen finden kann ist ... äh ... interessant.

Ich bin nämlich der Ansicht , dass einige Völker den Begriff der Freundschaft , wie wir Mitteleuropäer ihn verstehen gar nicht kennen.
Auch dauert das bei mir etwas , bis ich von einer Freundschaft spreche .
Es ist damit ja nicht so was gemeint wie Forenfreundschaft oder Geschäftsfreundschaft.


Ebenfalls kann man sich des Eindruck nicht erwehren , dass in der Gründerszene doch relativ viel Krach gibt.

SoneX


Tja SoneX, das mit der Freundschaft würde ich so nicht unterschreiben wollen, gestehe aber zu, dass "selbstlose Freundschaft", die also nicht nur zur Erlangung von Vorteilen geschlossen wird, immer schwierig ist, wenn die "Freunde" einen total unterschiedlichen ökonomischen Background haben.

Der Krach entsteht fast zwangsläufig, wenn das Gutmenschentum der Europäer an der Realität in Kambodscha zerschellt.

Und selbst wenn diese Phase überwunden ist und man sich mit der Realität arrangiert hat, verbleibt ein riesiges Konfliktpotential, wenn es um die Finanzierung der Reisen zum Hilfsprojekt geht, nämlich wer die bezahlt, ob aus Spenden oder eben mit Eigenmitteln. Oder ob "dual use"-Kosten derer, die in Kambodscha leben, also Handy, Internet, Hotel und die Nutzung des eigenen Fuhrparks, ob das alles letztlich über das Spendengeld verrechnet werden soll, oder eben nicht.
Oder anteilig, und wenn ja, wie ???

Man kann sich leicht darüber zerstreiten, ob ein Besucher/Praktikant eines Hilfsprojektes in der Provinz mit dem privaten Fahrzeug eines Hauptamtlichen in Phnom Penh am Flughafen abgeholt werden muss, was viel Geld kosten kann, samt 2 bis 3 Nächten Hotelkosten gar für den Hauptamtlichen, oder ob es die Buslinie für eine Handvoll Dollars nicht auch tut.

Ein nettes Thema sind auch rückfliessende Provisionen an Hauptamtliche bei Einkäufen und Auftragsvergabe an Dritte :roll:

Autor:  Tom [ Mo 27. Feb 2012, 05:01 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Childrenplanet.at

Ich habe den Eindruck, dass ein Grossteil (nicht alle aber weit mehr als die Haelfte - ich schaetze mal 70-80 Prozent) ihr eigenes Hilfsprojekt aufziehen, weil es primaer um eine Moeglichkeit geht, im land bleiben zu koennen oder um Geld zu verdienen. Und die Hilfe selbst ist dann eher sekundaer. Nicht umsonst ist der deutsche (und auch weltweite) Spendenmarkt einen Milliardengeschaeft.

Schwer wird es oft nur, die "echten" von den Vorwand NGO's zu unterscheiden. Und weil das eben so ist, ist auch die Tranzparenz derer, die es ernst meinen und bei denen echte Hilfe oberste Prioritaet hat, oberstes Gebot. Und dass es auch Kritik und kritische Hinterfragen gibt, muessen sich diese auch zu hundert Prozent gefallen lassen, denn schliesslich wollen sie ja auch Geld von denen, die hinterfragen.

Autor:  christian pnh [ Mi 29. Feb 2012, 06:01 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Childrenplanet.at

Dass "Friede Freude Eierkuchen" bei den potentiellen Spendern offensichtlich besser ankommt als die Realität, sagt mehr über die Spender aus als gemeinhin vermutet wird, und die Aussage ist alles andere als positiv.

"Rosarote Brille" ist da eher noch die harmlose Variante :roll:

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