Von Mae Sot nach Sihanoukville u. zurück – weitere Erkundungen

Hier im Kambodscha Forum hatte ich ja kurz erwähnt, dass ich in Sihanoukville sein würde und auch vorgeschlagen, dass man sich gerne auf ein Bierchen treffen könnte. Rainer hat dann auch zurückgeschrieben und gemeint er, aber auch Max vom Yin Yang, den ich ja auch treffen wollte, wären öfter in diesem neuen „German Beergarden“ am Eingang vom Occheuteal Beach. Dass Reiner diesen Biergarten aber betreibt, hatte er mir nicht gesagt 😀


Ich hab so auch Max gleich gefunden und auch Reiner hatte sich vorgestellt. Aber vor lauter Reden mit Max (wir hatten uns immerhin seit drei Jahren nicht mehr gesehen) kam ich anfangs gar nicht dazu, etwas nachzufragen. Erst später hatte ich dann endlich Gelegenheit, „den Wirt“ auch nach besagtem Reiner aus dem Forum (oder war es jetzt Rainer mit ‚ai‘?) zu fragen, als ich der „German Beergarden Reiner“ dann auch als der im Forum „outete“. Und natürlich auch auf der Stelle sympathisch.

Er hatte es sogar geschafft, dass ich ein paar Bierchen – wenn auch nur als Radler, aber immerhin – getrunken habe. Wo ich doch eigentlich nur ausgesprochen selten etwas trinke, seit ich nichts mehr mit Bars und Kneipen zu tun habe. Jedenfalls haben wir uns dann auch kräftig verratscht, denn das ist nicht schwer mit Reiner 😀  Zwischendurch wollte ich zwar immer mal gehen, genauso wie Max, nur hat es an diesem Abend geregnet, was das Zeug hält. Aber nicht am Stück, sondern immer wieder mit Unterbrechungen von ein paar Minuten (kaum hatte man realisiert, dass es aufgehört hatte zu regnen, kam auch schon den nächste heftige Regenguss).

Aber langweilig ist es mir garantiert nicht geworden, denn bei Rainer und seiner thailändischen, langjährigen Lebensgefährtin sitzt’s sich ausgesprochen gemütlich, wie auch durch viele andere Besucher bestätigt wurde. Als ich es dann letztendlich geschafft hatte, aufzustehen, um ein Häuschen weiterziehen zu können, hat mir Reiner dann auch noch eröffnet, ich wäre eingeladen gewesen. Ich mag das zwar nicht so, eingeladen zu werden (ich lad immer lieber ein 😀  ) aber nach kurzer Diskussion hat Reiner dann „gewonnen“. Dafür nochmal hier an dieser Stelle ein großes Dankeschön. Und es sollte ja auch nicht der einzige Besuch bleiben, denn wenigstens einmal wollte ich es auch schaffen, zum Essen vorbeizukommen, wenn schon alle so schwärmten. Aber heute wollte ich erst mal an den Strand weiter, um zu sehen, was sich dort so getan hat… Ich musste mich auch richtig von Reiners Platz loseisen, weil ich eigentlich gar nicht so recht weiterwollte (wenn ich mal sitze und es mir gefällt, dann sitz ich auch 😀  ). Ich hatte aber auch gesehen, dass Reiner langsam müde wurde und so machte ich mich dann auf den Weg so gegen 23 Uhr.

Allerdings wurde ich maßlos enttäuscht. Erst mal musste ich festellen, dass sie am Strand so etwas wie einen gepflasterten Gehweg gemacht hatten. Wie der überstehen soll, wenn die See mal recht aufgewühlt ist in Verbindung mit extrem starken Regenfällen (ich war ja selbst lange genug am Strand und weiß wovon ich schreibe), ist mir ein echtes Rätsel. Ich habe den Eindruck, da wurde wieder Geld zum Fenster rausgeworfen, denn in ein paar Jahren wird wohl nicht mehr viel übrig sein von diesem Gehweg.

Denn einer der ersten Fehler die hier gemacht wurden: überall am Occheuteal waren mal natürliche Abflusskanäle. Die hat so ziemlich jeder zugeschüttet, bei wem welche am Strand rauskamen. Und wenn das Meer mal wieder sehr stürmisch wird (in der Regenzeit eigentlich) und bis vor die Bars spült, und wenn dann auch noch sehr heftige Regenfälle dazukommen (so heftige Regenfälle wie hier in Sihanoukville habe ich sonst noch nie in ganz Thailand gesehen bisher), dann bahnt sich das Wasser neue Wege. Da einstehen dann auch schon mal mehrere Meter breite Kanäle, die auch bis zu eineinhalb Meter tief den ganzen Sand ins Meer tragen. Selbst Bars wurden kräftig unterspült. Wie das also dieser Gehsteig aushalten soll… man wird sehen…

Jedenfalls bin ich dann mal am Strand entlang, um zu sehen, was los ist. Zu spät war es ja eigentlich auch noch nicht mit gerade mal 23.00 Uhr. Aber ich musste erkennen, dass die meisten Bars entweder schon zu waren oder kurz vor dem Zumachen waren. Ja, selbst im Dolphin absolut leer. Enttäuscht habe ich mich also auf den Nachhauseweg gemacht. Allerdings hatte ich ja noch ein kleines Trostpflaster, denn ich wollte mir in einem der Supermarkets Brot und echte Wurst und echten Käse kaufen. Und schon kam die nächste Enttäuschung. Der Supermarkt, den ich eigentlich zuerst besuchen wollte, war schon dunkel. Um 11 Uhr abends! Der zweite hatte so gut wie keine Auswahl, also nahm ich ne Cola und ein Bounty mit, um wenigstens irgendwas zu essen zu haben. Dann viel mir aber noch ein, dass es ja noch einen dritten gab, oben am Hügel, gegenüber dem Utopia.

Dort gab es zu meiner Enttäuschung aber auch so gut wie nichts, allerdings recht appetitlich aussehende Sandwiches. Also habe ich mir da 2 gekauft zu je $2,50. Aber auch hier wurde ich dann später extrem bitter enttäuscht: zum einen waren das „Fake Sandwiches“, denn nach außen hatte es nach üppig Wurst bzw. Käse ausgeschaut. Aber tatsächlich war es noch weniger als überhaupt gedacht: denn der Streifen mit Wurst bzw. Käse reichte nur ganz knapp in das Brot hinein, welches auch nicht mehr ganz frisch war. Und so hatte ich ein mehr oder weniger altes Brot mit absolut zu wenig Belag. Ich hab beide Sandwiches in die Tonne getreten und werde dort auch nie wieder eins kaufen. Denn diese Dinger waren eine echte Frechheit. Aber naja, was soll’s – ich bin ja auch nicht der schlankste und so ein Diättag schadet mir ja nicht 🙂

Also hab ich mich umso mehr auf den nächsten Tag gefreut, denn da wollte ich dann ja endlich etwas essen, was ich in Thailand so nicht bekomme. Dazu aber dann mehr im nächsten Teil 🙂

German Beergarden von Reiner am Eingang vom Occheuteal Beach in Sihanoukville

German Beergaden, Sihanoukville

German Beergarden von Reiner am Eingang vom Occheuteal Beach in Sihanoukville

German Beergarden am Occheuteal von Reiner

 

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