Archive for the ‘Deutschland’ Category

Der aktuelle deutsche Weg aus der Ferne betrachtet: demokratisch?
Mittwoch, Oktober 5th, 2011

Ich bin jetzt seit 6 Jahren nicht mehr in Deutschland gewesen. Aber natürlich interessiere ich mich durchaus noch für deutsche Nachrichten und auch die deutsche Politik. Insgesamt muss ich aber auch sagen, dass sich sehr zum Positiven hin der Blickwinkel auf die politische Situation von mir verändert hat. Denn ich bin keinen ‚Mainstream‘-Meinungen mehr ausgesetzt, bekomme nur noch die Nachricht an sich und kann sie so völlig frei selbst bewerten.

(mehr …)

Posted in Deutschland, Menschen, Politik, Umwelt | No Comments »
Sextourismus – Viel Sex für wenig Geld
Mittwoch, September 28th, 2011

Heute bin ich über einen Artikel bei Fokus Online gestolpert, den ich recht interessant finde, da er durchaus zutreffend ist. Gerade eben, was Kambodscha betrifft. Während es in Thailand vornehmlich die „älteren Herren“ sind, die sich für Damen aus dem Milieu interessieren, kann man, was das Kambodscha betrifft, durchaus sagen, dass da bei den „Freiern“ das Durchschnittsalter unterhalb 30 liegt bei Männern, die sich eine „Ferienbegleitung“ suchen. Und auch, dass einige es wie einen Sport betrachten, so viele Frauen als nur möglich während eines Urlaubs mit auf das Zimmer nehmen zu können, konnte ich vielfach beobachten.

Nachfolgend der Artikel:

 

Mit Gedenktagen wie dem Welttourismustag erinnert die UNO jährlich an Missstände wie sexuelle Ausbeutung in ärmeren Ländern. Das Problem dabei: Freier und Täter kann jeder sein.

Spätestens seit den 60er-Jahren, als die große Zeit des Massentourismus begann, denken viele bei Sextourismus an Thailand. An einen schmerbäuchigen, deutlich in die Jahre gekommenen Mann mit einer zierlichen Thailänderin im Arm. Dieses Bild mag auch heute noch seine Gültigkeit haben. Aber es ist längst nicht mehr typisch für die Klientel, die ins Ausland reist, um nach sexueller Befriedigung zu suchen.

„Es handelt sich nicht nur um Männer, die nicht mehr vermittelbar sind“, sagt Inge Bell. Die TV-Journalistin und Aktivistin gegen Menschenhandel beobachtet seit über zehn Jahren die Szene der Sextouristen. Ende der 90er-Jahre deckte sie den Skandal bei der Kosovo-Truppe (KFOR) mit Kinderprostituierten auf. Seitdem hat sie das Thema nicht mehr losgelassen.

Jeder Mann kann Sextourist sein

„Einen Sextouristen werden Sie nie erkennen“, erklärt Bell. Es können Schüler, Studenten, verheiratete Männer oder Singles sein – kurzum alle, die in geschlechtsfähigem Alter sind. Aus den einschlägigen Freier-Foren weiß Bell, dass sich darunter künftige Väter befinden („Meine Frau ist gerade schwanger“), Ehemänner („Wir sind schon so lange verheiratet“) oder Männer „auf der Suche nach dem besonderen Kick“. Dass es sich nicht ausschließlich um eine homogene Altersgruppe handelt, kann sie an der Sprache in den Foren erkennen. Demzufolge sind erstaunlich viele junge Männer unter den Freiern.

Dabei gilt das Prinzip „je anonymer, desto besser“ – wer die Mühe einer Auslandsreise auf sich nimmt, möchte auf keinen Fall als Käufer sexueller Dienste erkannt werden. Und er ist vermutlich auch kostenbewusst. Denn jenseits der Landes- und Wohlstandsgrenzen ist das Geschäft mit dem Sex viel billiger.

Wie viele deutsche Männer zu Prostituierten gehen, kann man nur abschätzen. In ihrem Buch „Versklavt, verkauft, zum Sex gezwungen“ schreibt Bell, dass es nach Schätzungen der Prostituiertenvereinigung Hydra e.V. in Deutschland rund zwölf Millionen Freier gibt. „Jeder dritte Mann in Deutschland nimmt demzufolge regelmäßig die Dienste einer Prostituierten in Anspruch.“ Wie viele jedoch dafür ins Ausland reisen, darüber gibt es wenig Erkenntnisse.

Billiger Flüge, billiger Sex

Allerdings müssen es viele sein. So viele, dass der ehemalige Europol-Chef, Max-Peter Ratzel, bereits 2008 den Billigfliegern eine Mitschuld am wachsenden Markt des Sextourismus gab. Vor allem Länder mit ärmlichen wirtschaftlichen Bedingungen – zum Beispiel Kambodscha – seien bevorzugte Ziele. Ratzel sprach damals nicht nur von Sextourismus und Prostitution zwischen Erwachsenen, sondern vor allem pädosexuellem Missbrauch. Allein in Asien wird die Zahl der Kinderprostituierten auf eine Million geschätzt.

Mechthild Maurer, die Deutschland-Chefin von ECPAT, der Arbeitsgemeinschaft zum Schutz der Kinder gegen sexuelle Ausbeutung, kann ein sehr präzises Bild über diese Spielart des Sextourismus zeichnen: In Südasien und Sri Lanka werden bevorzugt Jungen missbraucht, auf den Philippinen und in der Dominikanischen Republik sind es Jungen und Mädchen, in Thailand, Kambodscha, Laos und Indien meist Mädchen, so auch in Kenia. „Kindersex kommt überall da vor, wo das Gesetz diese Straftat nicht hart genug verfolgt“, erklärt Maurer.

Sexuelle Trophäensammler

Sie unterscheidet zwei Tätertypen: Einmal pädosexuelle Männer, die auf ganz bestimmte Opfergruppen (etwa nur neunjährige Buben) festgelegt sind. Bei der zweiten Gruppe aber handelt es sich um „hedonistische Täter“, also ganz normal veranlagte Männer, die „etwas Neues“ erleben“ wollen, aber zu Hause keine Kinder anfassen würden. Doch weit weg von daheim und somit aller sozialen Kontrolle entzogen, probieren sie auch Sex mit Kindern. Maurer: „Das sind Trophäensammler. Nach dem Dreier oder Vierer kommt jetzt eben ein Kind dran.“

Seit 2001 engagiert sich die Reisebranche unter der Ägide des Deutschen Reisebüroverbands (DRV) mit dem Kinderschutz-Kodex gegen diese Art des Sextourismus. Mechthild Maurer lobt auch das wachsende Unrechtsbewusstsein in den betreffenden Ländern. Zugleich weiß sie aber auch, dass die Ermittlungen bei pädosexuellen Straftaten immer schwieriger werden.

Längst umfassen die Missbrauchsfälle nicht nur Sex, sondern auch die Herstellung und den Vertrieb von Kinderpornos. Und die Banden, für die Sex mit Kindern ein „ganz normales Business“ ist, werden raffinierter. Kinder werden wegen der erhöhten Aufmerksamkeit der Reisebranche längst nicht mehr in Hotels missbraucht, sondern man bringt sie in Privathäuser oder auf Privatjachten, wo Polizei und Behörden schwerer zugreifen können. „Es bleibt ein ewigen Hase- und Igel-Spiel“, so Kinderschutzaktivistin Maurer.

Prostitution in armen Ländern

Reiche Länder, arme Länder: Sextouristen nützen das Wohlstandsgefälle, um sich billig zu befriedigen

Quelle des Artikels

Natürlich kann der Artikel auch im Kambodscha Forum diskutiert werden: Sextourismus – Viel Sex für wenig Geld

 

 

Posted in Asien Nachrichten, D-A-CH Nachrichten, Deutschland, Deutschland Nachrichten, Europa Nachrichten, Menschen, Nachrichten, Nachrichten aus Deutschland, Politik, Weltnachrichten | No Comments »
Expat in Kambodscha bzw. in Kambodscha leben
Mittwoch, September 14th, 2011

Ich denke, die Trends zum Auswandern werden noch weiter ansteigen in Ländern wie Deutschland. Gerade auch aus der Ferne, mit einem etwas neutralerem, also objektiveren Blick auf die Entwicklung dort, lässt sich leicht erkennen, dass es wohl nicht mehr ganz so „gemütlich“ ist in Ländern wie Deutschland, Österreich oder der Schweiz. Steuern, Steuern, Steuern. Das Geld wird für das Ausland verwendet und die Bürger verstehen es nicht mehr und somit entfernen sich auch Regierungen immer weiter vom Volk. Zumindest für Deutschland ist dieser Trend eindeutig zu erkennen.

(mehr …)

Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , Posted in Allgemein, Auswandern, Deutschland, eigene Erfahrungen, Geld & Finanzen, Gesundheit, Kambodscha Visum, Südostasien, Südostasien Visa, Thailand Visum, Tipps | 2 Comments »
Der Westen ist so heuchlerisch
Dienstag, September 6th, 2011

Nun, eigentlich hat das ja wieder mal nichts mit Kambodscha zu tun. Zumindest nicht direkt. Aber es macht mich mal wieder froh, dass ich hier lebe, und all das in Europa zurückgelassen habe.

In der arabischen Welt gibt es ja seit Monaten Umwälzungen, was die dortigen Machtgefüge betrifft. Was ich von Anfang nicht verstanden hatte: weshalb setzte man sich so schnell für Libyen ein, obwohl die politische Situation der Rebellen doch wirklich nicht so eindeutig ist. Selbst diese Menschrechtsverletzungen. Die vermutlich wirklich heftigen (es sind ja noch alles Gerüchte) kamen ja eigentlich erst, nachdem Gaddafi in die Knie gezwungen wurde, also weit nach dem Start der Nato Angriffe, denen allen Frankreich und England vorausgeprescht sind. In Syrien hingegen,. wo tatsächlich und nachweislich (es gehen ja genug Bilder um die Welt) Panzer und Soldaten auf Zivilisten schießen, dort belässt man es bei Drohungen von Sanktionen. Aber ein weiteres Eingreifen ist nicht geplant.

(mehr …)

Posted in Allgemein, Deutschland, Geld & Finanzen, Skandale, Umwelt | No Comments »
Extrem gewinnbringend: Geld leihen und verleihen
Sonntag, September 4th, 2011

Mit Werbung auf einer Webseite ist das immer so eine Sache. Zum einen gibt es Werbung, die man nicht mag und andererseits gibt es dann auch wieder Unternehmen oder Programme, die man gut findet. So wie das mal vor einigen Jahren mit eBay war, als diese Idee noch neu war und als eBay seine Kunden noch zu schätzen wusste. Mittlerweile halte ich von eBay rein gar nichts mehr. Deshalb wird sich hier auch keine Werbung finden auf diesem Blog. Und zwar besteht auch kein direkter Bezug zu Kambodscha, aber ich denke, man kann zwischendurch auch mal über etwas anderes interessantes berichten, das man ansonsten vielleicht nicht gesehen hätte. Außerdem kann man so ja auch seinen Urlaub finanzieren 😉

Anders mit einem ganz anderen Programm. Über das bin ich eher durch Zufall gestolpert: Auxmoney – Geld leihen und verleihen von privat. Naja, am Anfang dachte ich mir noch, wieder eines dieser Kreditangebote. Nur dann hab ich mir das etwas genauer angeschaut, und ich muss sagen, ich bin tatsächlich begeistert. Ich finde dieses Programm sehr innovativ. Und genau aus diesem Grund möchte ich es auch kurz hier vorstellen.

Geld leihen

Zum einen bietet es die Moeglichkeit, recht schnell und inkompliziert bis zu 20.000 Euro zu leihen. Selbst wenn es negative Eintraege in der ach so berüchtigten Schufa gibt. Und man kann sich sogar aussuchen, wieviel man bereit ist, an Zinsen zu bezahlen. Wenn man also mal schnell Geld braucht, istdas ein wirklich guter Weg

Geld verleihen.

Jetzt aber zu der anderen Seite. Und das finde ich wirklich genial. Man kann so auch sein Geld verleihen. Und das interessante daran ist, wenn jemand bspw. 10.000 Euro leihen möchte, dann muss man ihm nicht 10.000 Euro anbieten. Nein, denn man kann auch schon ab 50 Euro anbieten. Das bedeutet, jemand der Geld leihen möchte, leiht sich im Prinzip dieses Geld von vielen Leuten zusammen. Der eine gibt 50 Euro, der nächste 100, ein weiterer 500 und jemand anders gar 1.000 Euro.

Wie funktioniert das?

Dazu gibt es eine Plattform, die so ähnlich ist wie eBay. Jemand startet eine Kreditanfrage. Das sieht dann so ähnlich aus wie eine Angebotsseite bei eBay. man kann lesen, warum der- oder diejenige Geld leihen möchte und natürlich auch die Sicherheiten. Es wird auch angezeigt, ob schon mal jemand Geld geliehen hat und wie es mit der Rückzahlung aussieht.

Und dann kann man Angebote machen, dem- oder derjenigen Geld zu leihen. Ab 50 Euro und mit einem Zinssatz von bis zu 15 Prozent. Ich denke, das ist in Ordnung, denn derjenige, der Geld ausleiht, muss es ja nicht. Jetzt bieten beispielsweise ein paar Leute unterschiedliche Beträge zu 15 Prozent an, während andere wieder Beträge zu 14, 13 oder 12 Prozent anbieten.

Die Beträge mit dem niedrigsten Zinssatz rutschen nach oben. Das würde bedeuten, bieten mehr Leute mehr Geld, als angefragt zum Leihen, dann fallen Angebote mit höheren Zinssätzen raus. So kann es dann bspw. sein, dass bei einem angefragten Betrag von 10.000 Euro dann evtl. 8.000 Euro über 12 Prozent Verzinsung finanziert werden, während 1.500 Euro zu 13 Prozent finanziert sind und, als Beispiel, 300 Euro über 14 Prozent und 200 Euro, also der Rest, über 15 Prozent.

Genauso gut kann man als Verleiher auch hergehen und sagen „bei meiner Bank bekomm ich nur ein paar Prozent, also biete ich mein geld fuer 8 oder 9 oder 10 Prozent an“. Damit sind naemlich dann die Chancen erhoeht, dass das Geld tatsaechlich geliehen wird. Und mal ganz im Ernst – welche bank bietet denn schon 10 Prozent auf 1.000 oder gar nur 100 Euro? Keine!

Und deshalb finde ich dieses Geschaeftsmodell so toll und innovativ. Denn so machen nicht nur immer Banken  das gute Geschaeft mit Krediten, sondern man kann auch selbst daran partizipieren. Und andererseits bekommen die Banken endlich Konkurrenz und muessen vielleicht auch endlich mal von ihrem hohen Ross herunter und die Freundlichkeit dem Kunden gegenueber wieder in den Vordergrund stellen. Wir sind jedenfalls so begeistert, dass wir begonnen haben, einen Teil unseres Geldes so anzulegen. Denn weshalb sollte ich mein geld zur Bank tragen und dort vielleicht nur 3 oder 4 Prozent Verzinsung bekommen, wenn ich doch bis zu 15 Prozent haben kann?

Ist das denn sicher?

Ja, es ist sicher, denn gedeckelt wird das ganze durch eine deutsche Bank. So stellt man zwar das Geld zur Verfügung, aber diese Bank zahlt dann aus und kümmert sich auch um die monatlichen Rückzahlungen. Und kümmert sich natürlich auch um die Kunden, die Geld leihen wollen. Zwar ist es  egal, ob die Schufa negativ ist, allerdings mit harten Schufa Merkmalen (Eidesstattliche Versicherung, laufende Insolvenz, laufende Pfändungen etc.) kann man natürlich kein Geld leihen.

Und weil ich Auxmoney eben so innovativ finde, bin ich davon überzeugt, dass wir noch mehr davon hören werden. Und vor allem, was ja fast noch wichtiger ist, dass den Banken mal aufgezeigt wird, dass sie nicht „die Alleinherrscher“ über uns sind. Ob ich mir nun schnell Geld leihen möchte, damit ich nächste Woche vielleicht früher oder länger als geplant in den Urlaub fahren kann, oder ob ich so meinen Urlaub über die Zinsen finanzieren möchte – für jeden ist das richtige dabei.

Denn, als kleines Beispiel zum Verleihen: angenommen, ich verleihe insgesamt 10.000 Euro. Aber ich verleihe die nicht an einen einzigen, sondern an viele unterschiedliche Leute, um die Gefahr eines Totalverlusts auszuschließen (ich denke, 99 Prozent aller Leute, die Geld ausleihen, werden auch zurückzahlen, weil man sich nicht wegen eines Betrages von max. 20.000 Euro die Schufa kaputt machen will). Und so, sagen wir, dass 1 Prozent nicht zahlt und dass man bei vielen Verleihen über 12 oder 13 Prozent bekommt, bekommen wir also unterm Strich (weil es leicht ist, damit zu rechnen 🙂  ) 10 Prozent im Schnitt zurück. Das bedeutet, ich bekomme 1.000 Euro Zinsen. Bei meiner Hausbank hingegen bekomme ich dafür gerade mal 300 oder 400 Euro.

Und man könnte das sogar noch viel sicherer machen, wenn man sich hinsetzt, und nur ganz spezielle Anfragen heraussucht. Dann könnten wir es sogar schaffen, eine ca. 13 Prozent Verzinsung zu bekommen. Das wären bei 10.000 Euro immerhin 1.300 Euro. Das heißt, bei 10 Prozent Verzinsung hätten wir unser Geld nach gut 7 Jahren auf 20.000 Euro verdoppelt. Bei 13 Prozent sogar bereits nach 5,7 Jahren und bei 15 Prozent nach 4,9 Jahren. Bei einer Bank, bei 4 Prozent Verzinsung habe ich mein Geld erst bei knapp 18 Jahren verdoppelt. Interessant wird es, wenn wir das also über einen Zeitraum von 18 Jahren bei einer Verzinsung von durchschnittlich 13 Prozent machen. Da kommen wir nämlich auf  sage und schreibe 90.000 Euro! Das ist ein Plus von schlappen 70.000 Euro bei einem Startkapital von 10.000, während die Bank in der selben Zeit nur eine Verdopplung bietet.

Und genau aus diesem Grund haben wir begonnen, einen Teil unseres Geldes so anzulegen. Über Ausmoney. Denn das bedeutet effektiven Zins bei maximaler (deutscher) Sicherheit…

 

Posted in Allgemein, Deutschland, Geld & Finanzen, Tipps | 2 Comments »
Die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes dieses Jahr ist mehr als nur eine Farce
Samstag, August 27th, 2011

Es ist schon fast ein Skandal, was da in Berlin abgegangen ist. Die ganze Nachricht kann übrigens hier im Forum nachgelesen werden: Netz spottet über Biedermanns Verdienstkreuz.

Gut, mag die Biedermann seit 10 Jahren für das Deutsche Rote Kreuz engagiert sein. Allerdings, wenn das ausschlaggebend gewesen wäre – und nur das! – dann wüsste ich Menschen, die sich wesentlich intensiver und auch länger für andere und für Hilfsprojekte engagieren, und zwar von ganzem Herzen. Es bleibt also ein gewisser, fader Beigeschmack, dass sie dieses Bundesverdienstkreuz mehr ihrer Bekanntheit statt ihres Engagements zu verdanken hat. Das ist eine Sache, die durchaus diskussionsfähig ist, da ich denke, es ist beschämend, wie auch die Politik so auf sich lenkt und vor allem von anderen Themen ablenken will.

Allerdings hat auch eine gewisse Frau Hegenbarth, ihres Zeichens Schauspielerin (die ich nicht mal kenne), das Bundesverdienstkreuz bekommen. Und das ist der eigentlich Skandal. Denn sie unterstützt neben der Organisation „Plan Deutschland“ auch „Worldvision“. Und genau das liegt der Hase begraben.

Zum einen sind ja in Ländern wie Thailand, Laos und Kambodscha sehr viele Hilfsorganisationen unterwegs. Gerade auch hier in Thailand, im Grenzgebiet zu Myanmar (Burma). Schon vor Jahren ist mir aufgefallen, dass die großen Hilfsorganisationen immer die größten, neuesten und teuersten Pickups und SUV’s fahren. Zur Anmerkung: es gibt diese Fahrzeuge mit der notwendigen Ausstattung auch ein Vielfaches preiswerter. Es müssen ja nicht immer die Topmodelle sein. Und deshalb hatte ich einmal einen Mitarbeiter einer großen, namhaften Hilfsorganisation, den ich hier in Thailand zufällig getroffen hatte, darauf angesprochen (und bekam auch sehr umfassende wie auch schockierende Antworten):

Erst werden die Spendengelder durch westliche Länder „durchgeschoben“. Jede Länderorganisation kann sich dann einen bestimmten Prozentsatz an „Verwaltungsgebühren“ davon nehmen. Dann wird das Geld in die Länder hierher gebracht und MUSS ausgegeben werden. Weil es oftmals aber gar nicht genügend Projekte vor Ort gibt, werden halt entsprechend andere teure Anschaffungen gemacht. Und schon haben wir einen SUV oder Pickup in Vollausstattung dastehen.

Was aber hat das nun mit dieser Schauspielerin Hegenbarth und Worldvision zu tun? Nun, ganz einfach: wenn sich eine Prominente für eine Hilfsorganisation einsetzt, heißt das im Klartext, sie soll Spendengelder besorgen, was ja aufgrund ihres Prominentenstatus sehr einfach ist. Und dafür gibt es bestimmt eine nette Stange Geld Entschädigung, wie ich vermute. Denn wer sich einmal bei sogenannten Affiliate-Programmen, also Partnerprogramme, die man bewerben kann, umsieht, der wird auch Werbemöglichkeiten fuer Hilfsorganisationen finden. Und die zahlen bis zu 30 Prozent der Spenden als Provision! Und wenn die schon an normale Internet Marketing Leute so viel bezahlen, was wird dann wohl erst eine Prominente bekommen???

Aber, auch wenn sie es kostenlos machen sollte (was ich aber nicht abkaufe), wird es nicht besser deshalb. Gerade wegen Worldvision. Denn: weshalb sammeln denn Hilfsorganisationen eigentlich Spenden? Ganz genau, zum Helfen. Dass diese Organisationen jetzt vor Ort auch einen Platz brauchen, von dem aus sie operieren können, steht völlig außer Frage. Aber wie würde wohl so eine „Zentrale“ aussehen? Normal wäre ein modernes Bürogebäude, dem Zweck entsprechend. Aber, wie anscheinend Worldvision meint, kann man das auch viel exklusiver machen. Denn in Vientiane, der Hauptstadt von Laos, hat Worldvision kein ordinäres Verwaltungsgebäude.

Als ich das erste Mal an besagtem Grundstück vorbei ging, dachte ich mir erst, das wäre vielleicht der Regierungssitz oder aber das Anwesen eines sehr reichen Laoten. Bis ich dann das Schild an der Mauer sah: es ist die Residenz von Worldvision! Wenn man jetzt noch bedenkt, dass die Immobilienpreise in Vientiane extrem hoch sind (ich denke mit die höchsten in der Region), dann kann man schon ansatzweise erahnen, was dieses Gebäude kostet – ob nun gekauft, gebaut oder gepachtet – das spielt eigentlich keine Rolle.

Tja, und dann kommt man natürlich zu dem Punkt „wie wird das eigentlich bezahlt?“ Na klar! Durch Spenden! Und solche Aktionen wie die Verleihung des Verdienstkreuzes für eine Geldbeschafferin lässt selbiges ja gleich noch mehr sprudeln!. Somit komme ich also zu dem Schluss, dass auch die Bundesregierung, unsere Regierung, sich daran beteiligt (wenn auch nur indirekt), dass es Unternehmen (nein, nicht Hilfsorganisation – Unternehmen!) so gut geht, dass man sich einen Palast leisten kann. Von Geld, das sie eigentlich zum Helfen bekommen.

Das ist einfach nur beschämend!

Auch hier wird es als Luxusvilla in 5 Sterne Gegend kritisiert, wo die Organisation doch eigentlich Armen helfen will.

Und hier ein paar Bilder. Das Gebadete gehört übrigens einer der reichsten laotischen Familien und war vormals das Botschaftsgebäude von Brunei. Also „gerade so“ standesgemäß 🙁

Die World Vision Luxus Villa in Laos

Die World Vision Luxus Villa in Laos

Die World Vision Luxus Villa in Laos

Posted in Allgemein, Deutschland, Hilfsprojekte, Umwelt | No Comments »
Deutschland, Kfz-Steuer, Maut usw.
Montag, Juli 25th, 2011

Gut, das ist eigentlich ein Blog über Kambodscha. Aber dennoch lese auch ich Nachrichten aus Deutschland. Irgendwie kommt in mir Frust hoch. Und gerade ist mir ein Artikel untergekommen, der bei Focus Online veröffentlicht wurde:

(mehr …)

Posted in Allgemein, Deutschland, Umwelt | 1 Comment »