Archive for the ‘Hilfsprojekte’ Category

Die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes dieses Jahr ist mehr als nur eine Farce
Samstag, August 27th, 2011

Es ist schon fast ein Skandal, was da in Berlin abgegangen ist. Die ganze Nachricht kann übrigens hier im Forum nachgelesen werden: Netz spottet über Biedermanns Verdienstkreuz.

Gut, mag die Biedermann seit 10 Jahren für das Deutsche Rote Kreuz engagiert sein. Allerdings, wenn das ausschlaggebend gewesen wäre – und nur das! – dann wüsste ich Menschen, die sich wesentlich intensiver und auch länger für andere und für Hilfsprojekte engagieren, und zwar von ganzem Herzen. Es bleibt also ein gewisser, fader Beigeschmack, dass sie dieses Bundesverdienstkreuz mehr ihrer Bekanntheit statt ihres Engagements zu verdanken hat. Das ist eine Sache, die durchaus diskussionsfähig ist, da ich denke, es ist beschämend, wie auch die Politik so auf sich lenkt und vor allem von anderen Themen ablenken will.

Allerdings hat auch eine gewisse Frau Hegenbarth, ihres Zeichens Schauspielerin (die ich nicht mal kenne), das Bundesverdienstkreuz bekommen. Und das ist der eigentlich Skandal. Denn sie unterstützt neben der Organisation „Plan Deutschland“ auch „Worldvision“. Und genau das liegt der Hase begraben.

Zum einen sind ja in Ländern wie Thailand, Laos und Kambodscha sehr viele Hilfsorganisationen unterwegs. Gerade auch hier in Thailand, im Grenzgebiet zu Myanmar (Burma). Schon vor Jahren ist mir aufgefallen, dass die großen Hilfsorganisationen immer die größten, neuesten und teuersten Pickups und SUV’s fahren. Zur Anmerkung: es gibt diese Fahrzeuge mit der notwendigen Ausstattung auch ein Vielfaches preiswerter. Es müssen ja nicht immer die Topmodelle sein. Und deshalb hatte ich einmal einen Mitarbeiter einer großen, namhaften Hilfsorganisation, den ich hier in Thailand zufällig getroffen hatte, darauf angesprochen (und bekam auch sehr umfassende wie auch schockierende Antworten):

Erst werden die Spendengelder durch westliche Länder „durchgeschoben“. Jede Länderorganisation kann sich dann einen bestimmten Prozentsatz an „Verwaltungsgebühren“ davon nehmen. Dann wird das Geld in die Länder hierher gebracht und MUSS ausgegeben werden. Weil es oftmals aber gar nicht genügend Projekte vor Ort gibt, werden halt entsprechend andere teure Anschaffungen gemacht. Und schon haben wir einen SUV oder Pickup in Vollausstattung dastehen.

Was aber hat das nun mit dieser Schauspielerin Hegenbarth und Worldvision zu tun? Nun, ganz einfach: wenn sich eine Prominente für eine Hilfsorganisation einsetzt, heißt das im Klartext, sie soll Spendengelder besorgen, was ja aufgrund ihres Prominentenstatus sehr einfach ist. Und dafür gibt es bestimmt eine nette Stange Geld Entschädigung, wie ich vermute. Denn wer sich einmal bei sogenannten Affiliate-Programmen, also Partnerprogramme, die man bewerben kann, umsieht, der wird auch Werbemöglichkeiten fuer Hilfsorganisationen finden. Und die zahlen bis zu 30 Prozent der Spenden als Provision! Und wenn die schon an normale Internet Marketing Leute so viel bezahlen, was wird dann wohl erst eine Prominente bekommen???

Aber, auch wenn sie es kostenlos machen sollte (was ich aber nicht abkaufe), wird es nicht besser deshalb. Gerade wegen Worldvision. Denn: weshalb sammeln denn Hilfsorganisationen eigentlich Spenden? Ganz genau, zum Helfen. Dass diese Organisationen jetzt vor Ort auch einen Platz brauchen, von dem aus sie operieren können, steht völlig außer Frage. Aber wie würde wohl so eine „Zentrale“ aussehen? Normal wäre ein modernes Bürogebäude, dem Zweck entsprechend. Aber, wie anscheinend Worldvision meint, kann man das auch viel exklusiver machen. Denn in Vientiane, der Hauptstadt von Laos, hat Worldvision kein ordinäres Verwaltungsgebäude.

Als ich das erste Mal an besagtem Grundstück vorbei ging, dachte ich mir erst, das wäre vielleicht der Regierungssitz oder aber das Anwesen eines sehr reichen Laoten. Bis ich dann das Schild an der Mauer sah: es ist die Residenz von Worldvision! Wenn man jetzt noch bedenkt, dass die Immobilienpreise in Vientiane extrem hoch sind (ich denke mit die höchsten in der Region), dann kann man schon ansatzweise erahnen, was dieses Gebäude kostet – ob nun gekauft, gebaut oder gepachtet – das spielt eigentlich keine Rolle.

Tja, und dann kommt man natürlich zu dem Punkt „wie wird das eigentlich bezahlt?“ Na klar! Durch Spenden! Und solche Aktionen wie die Verleihung des Verdienstkreuzes für eine Geldbeschafferin lässt selbiges ja gleich noch mehr sprudeln!. Somit komme ich also zu dem Schluss, dass auch die Bundesregierung, unsere Regierung, sich daran beteiligt (wenn auch nur indirekt), dass es Unternehmen (nein, nicht Hilfsorganisation – Unternehmen!) so gut geht, dass man sich einen Palast leisten kann. Von Geld, das sie eigentlich zum Helfen bekommen.

Das ist einfach nur beschämend!

Auch hier wird es als Luxusvilla in 5 Sterne Gegend kritisiert, wo die Organisation doch eigentlich Armen helfen will.

Und hier ein paar Bilder. Das Gebadete gehört übrigens einer der reichsten laotischen Familien und war vormals das Botschaftsgebäude von Brunei. Also „gerade so“ standesgemäß 🙁

Die World Vision Luxus Villa in Laos

Die World Vision Luxus Villa in Laos

Die World Vision Luxus Villa in Laos

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Von Bettlern, Helfen und auch mal ‚Nein!‘ sagen…
Samstag, Juli 30th, 2011

Ich engagiere mich wirklich, soweit es mir mein Budget erlaubt. Im Schnitt nehme ich jeden Monat zwischen 50 und 100 Euro, mit denen ich möglichst sinnvoll ganz armen Familien helfe. Das, bedingt dadurch, dass ich nun mal an der Grenze zu Burma lebe, sind somit auch fast ausschließlich Burmesen.

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Helfen und unterzeichnen: Internationale Petition für Aung San Suu Kyi
Samstag, Juli 2nd, 2011

Einfach nur ein paar Mausklicks…

Zitat:
Internationaler Druck hat geholfen, die birmanische Nobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi zu befreien, aber es befinden sich noch immer Tausende anderer Aktivisten in grausamen Gefängnissen. Lassen Sie uns Suu Kyi und dem birmanischen Volk zur Seite stehen. Unterzeichnen Sie die Petition!

Link zur Petition

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Tortured by traditions – Gequält wegen der Tradition
Sonntag, Juni 12th, 2011

Der nachfolgende Artikel bzw. Kommentar aus der Bangkok Post trifft es eigentlich ganz gut, was hier unter anderem so abgeht in Südostasien und ist keinesfalls auf Thailand beschränkt. Eher im Gegenteil: ich denke, etwas dagegen zu unternehmen ist gerade noch am ehesten in Thailand möglich. Und dennoch, man darf nie vergessen, dass eine solche Stellungnahme, ein solches Statement, wie es der Autor hier abgibt, keinesfalls selbstverständlich ist in Südostasien. Allerdings zeigt es sehr wohl auf bestehende Misstände.

Tortured by tradition – Gequält wegen der Traditionen

Gebt den Jungen mehr, als wir bekamen


Sie ist 11 Jahre alt. Sie hat drei ältere Brüder. Sie sind jetzt 27, 18 und 15 Jahre alt. Alles begann mit ihrem mittleren Bruder. Er war der erste, der sie vergewaltigte. Der ältere Bruder fand das zufällig heraus. Er hat nichts dagegen unternommen, sonder sie auch vergewaltigt. Eines Tages sah der jüngste Bruder, dass sie vergewaltigt wird. So hat er sie dann auch vergewaltigt.
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Projekt starten
Samstag, Mai 28th, 2011

Irgendwie muss ich meiner ausgeprägten sozialen Ader endlich Rechnung tragen. Außerdem muss ich auch die Hilfe, die ich leisten könnte, möglichst maximieren.

Dazu kommt dann auch noch, dass mich bei den meisten Hilfsorganisationen stört, dass das Geld regelrecht zum Fenster rausgeworfen wird. Und diejenigen, die Hilfe benötigen, schauen weiterhin mit dem Ofenrohr ins Gebirge.

Bisher habe ich immer eigenes Geld verwendet, um Menschen zu helfen. Aber das sind alles nur Tropfen auf den heißen Stein (wenn überhaupt). Daher will ich mein Tätigkeitsfeld etwas um-orientieren in den nächsten Monaten und das Wissen, das ich habe, entsprechend einsetzen.

Entsprechend schwebt mir im Moment die Gründung eines Vereins vor. Da wesentlich unkomplizierter (genau diese Kostenberge will ich ja nicht!), auch „nur“ ein ’nicht e.V.“. Im Prinzip bräuchte ich noch nicht mal das, allerdings ist es alleine schon wegen der Gemeinnützigkeit unabdingbar, hier trotz allem einen gewissen Bürokratismus betreiben zu müssen.

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